Maklerprovision 2019 und Bestellerpinzip

Wer zahlt in Deutschland eigentlich den Makler? Gibt es hier regionale Unterschiede? Und wie hoch ist die Maklerprovision?

Rund um das Thema Provision gibt es bei Käufern und Verkäufern einer Immobilie viele Fragen. Damit Sie gut auf den Kauf oder Verkauf einer Immobilie vorbereitet sind, haben wir die wichtigsten Eckpunkte für Sie zusammengefasst.

Wer bezahlt die Maklerprovision im Bundesland Berlin? Was ist derzeit marktüblich?

Bei Verkauf einer Immobilie:

  • Aktuell zahlt in Berlin in der Regel der Käufer einer Immobilie die Maklerprovision

  • Die Provisionshöhe liegt in den meisten Fällen bei 7,14 % inkl. MwSt. -> hierbei kann jedoch die Höhe der Provision unter Umständen variieren

  • Die Zahlung der Provision durch den Käufer  gilt im Bundesland Berlin allgemein als "marktüblich"

Bei Vermietung einer Immobilie:

  • Hier gilt das Bestellerprinzip: Demnach zahlt derjenige den Makler, der ihn auch beauftragt

Quelle: IVD plus, Immobilienfakten 2019 und eigene Erfahrungen als Makler

Zukünftige Pläne der Politik: Provisionsteilung soll bundesweit zum Leitbild werden

Das von der Politik in Aussicht gestellte Bestellerprinzip beim Kauf bzw. Verkauf von Immobilien soll nun doch nicht gelten. Statt dessen sollen sich zukünftig bei Wohnimmobilien die Käufer- und Verkäuferpartei die Provision teilen. Darauf haben sich die Beteiligten beim Koalitionsausschuss vom 18.08.2019 geeinigt. Wenn ein Kaufinteressent den Makler einen Suchauftrag erteilt hat, soll es ebenso weiterhin möglich sein, dass der Käufer den Makler bezahlt. Laut dem Immobilienverband Deutschland (IVD) ist mit der Einführung der neuen Regelung wahrscheinlich nicht vor Mitte 2020 zu rechnen. 

Update: 07.01.2020:

In den Medien wurde bisher hitzig darüber diskutiert, inzwischen gab es eine Entscheidung zum Bestellerprinzip beim Kauf von Immobilien.

Ein klassisches Bestellerprinzip, wie man es aktuell bei der Vermietung von Immobilien kennt, wird es für den Verkauf von Wohnimmobilien nicht geben. Angedacht ist eine faire Provisionsteilung. Nach dem neuen Gesetzentwurf entrichten Käufer und Verkäufer zukünftig den gleichen Provisionssatz. Eine ungleiche Teilung ist nicht möglich.

Wer bezahlt den Immobilienmakler?

Bei Verkauf einer Immobilie:

  • wer den Immobilienmaler zahlt, hängt meist vom Bundesland ab

  • in Berlin, Brandenburg und im Kreis Mecklenburgische Seenplatte zahlt in der Regel der Käufer die Maklercourtage

  • es gibt in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern derzeit kein Bestellerprinzip für Kaufimmobilien

  • in anderen Bundesländern wird die Maklerprovision häufig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, sodass jede Partei die Hälfte der Maklercourtage zu zahlen hat

  • aktuell zahlt in der Hauptstadt in der Regel der Käufer einer Immobilie die Maklerprovision

  • die Provisionshöhe liegt in den meisten Fällen bei 6% des Kaufpreises zzgl. 19% MwSt. bzw. 7,14 % inkl. MwSt. -> die Höhe der Provision kann variieren, zum Beispiel aufgrund der Kaufpreishöhe

  • dies gilt im Bundesland Berlin allgemein als "marktüblich"

  • dem Verkäufer entstehen dadurch meist keine Kosten

  • Provisionshöhe oder ggf. Provisionsteilung kann bei Bedarf im Vorfeld zwischen Eigentümer und Makler individuell vereinbart werden

Bei Vermietung einer Immobilie:

  • Es gilt das Bestellerprinzip: Demnach zahlt derjenige den Makler, der ihn auch beauftragt

  • Bei Beauftragung durch einen Mieter ist die Provisionshöhe auf bis zu 2 Montasmieten zzgl. 19% MwSt. festgesetzt

  • Bei Beauftragung durch einen Vermieter ist Provisionshöhe nach oben nicht gereglt

Update zum Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf - Mai 2019:

Das von der Politik eingebrachte Bestellerprinzip beim Kauf/ Verkauf von Immobilien gilt bislang nicht. Es liegt lediglich als Gesetzesentwurf vor. Ob er verabschiedet wird, gilt innerhalb der Branche allgemein als fraglich. Erfahren Sie hier mehr zum Bestellerprinzip.

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